Über die Militarisierung einer Insel

Auf Lampedusa lassen sich Spuren byzantinischer, arabischer und griechischer Siedlungen finden. Hier leben vom Aussterben bedrohte Schildkröten, die sich im feinen Sand und im klaren Meerwasser wohlfühlen. Auf der Insel gibt es mehrere Naturschutzgebiete – doch man sieht auch immer wieder diese kleinen, gelben Schilder: Zutritt verboten – Militärüberwachung. Über die Militarisierung einer Insel weiterlesen

Status Quo: Persönliche Eckdaten zur aktuellen Flüchtlingssituation

Wenn Geschichte geschrieben wird, erfährt man dies in der Regel erst sehr viel später, da einem die Ausmaße nicht bewusst sind. Die Zeichen dafür, dass die Welt gerade einen Wandel von historischem Ausmaß erlebt und der Sinn und die Funktionen von Grenzen neu gedacht werden müssen, sind im Jetzt und Hier klar zu erkennen. Für einen kurzen Abriss der Situation und ihren Einfluss auf meine Arbeit hier auf Lampedusa möchte ich drei persönliche Eckdaten nennen. Status Quo: Persönliche Eckdaten zur aktuellen Flüchtlingssituation weiterlesen

Anscheinend hieß er Yassin

Jede Woche veröffentlicht Mediterranean Hope einen italienischsprachigen Blogbeitrag. In diesem Blog werde ich die Texte meiner Kollegen Marta Bernardini und Francesco Piobbichi regelmäßig ins Deutsche übersetzen.

Lampedusa, Agrigento (NEV), 09. September 2015 Anscheinend hieß er Yassin. Anscheinend kam Yassin aus Eritrea, wo er ohne Motiv verhaftet wurde und in eines der libyschen Lager gebracht wurde. Anscheinend hatte er einen kleinen Jungen und eine Frau in einem Aufnahmelager in Schweden und wollte zu ihnen. Dies ist gewiss. Gewiss ist außerdem, dass er leblos in Lampedusa ankam, wo er vor wenigen Tagen beerdigt wurde. Anscheinend hieß er Yassin weiterlesen

Über diese Seite

Das Projekt Mediterranean Hope des Bundes evangelischer Kirchen in Italien (FCEI) zielt darauf ab, einen Beitrag zur Bewältigung der humanitären Notlage zu leisten, die mit der irregulären Einwanderung über das Meer verbunden ist.
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKVW) unterstützt das Projekt, indem sie eine Sozialarbeiterin im Haus der Kulturen und eine Juristin im Fachbüro in Rom für die Rechtsberatung der Flüchtlinge finanziert. Das Projekt arbeitet mit Freiwilligen aus aller Welt, die möglichst über internationale ökumenische Kanäle rekrutiert werden.

 JournalistaPiccanteSimon Albers (*14. Oktober 1988 in Rendsburg) hat Journalismus (Bachelor) und Public Relations (Master) in Iserlohn studiert. Während seines Studiums hat er in unterschiedlichen Redaktionen von Zeitungen, Magazinen sowie bei der Deutschen Presseagentur gearbeitet. Der gelernte Gestaltungstechnische Assistent ist nicht zum ersten Mal in Italien: Nach seinem Abitur lebte und arbeitete er für ein Jahr in der landwirtschaftlichen Abteilung des Waldenserzentrums Servizio Cristiano in Riesi auf Sizilien.